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Gold – Jetzt wieder abwärts?
Geschrieben von Lars Erichsen
Veröffentlicht: 12:04 - 21.07.2021
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Quick-Check:

Fazit vom 31.03.: “Bitte glaubt mir, die Vorstellung, Gold und Silber würden bei irgendeiner Art von „System-Reset“ auf wunderbare Weise im Kurs explodieren, ist reichlich naiv und vom Wunschdenken mancher Gold-Bullen geprägt. Dennoch gefällt mir die aktuelle Entwicklung aus spekulativer Sicht, denn die Resignation wird immer größer. Selbst ein Jim Cramer, der seit über 20 Jahre dazu rät, mindestens 10% seines Vermögens in Gold zu investieren, empfahl kürzlich den Verkauf der Hälfte seiner Gold-Position. Im Bereich um 1.620 US-Dollar herum werden antizyklische Positionen interessant. Persönlich gehe ich von einer Fortsetzung der mittelfristigen Rallye aus und werde diesen Standpunkt erst unterhalb einer Marke bei 1.500 US-Dollar aufgeben.“

Seit über 20 Jahren bin ich in physisches Gold und Silber investiert und die Chancen stehen gut, dass viele weitere Jahre dazukommen werden. Aktien von Gold- und Silber-Minen eignen sich in einem langfristigen Portfolio allenfalls als kleine Beimischung, keinesfalls mit einem zu hohen Gewicht. Zum richtigen Zeitpunkt gekauft, daher also versehen mit einem Timing-Aspekt, könnte man mit ihnen ein Vermögen erzielen (nicht aber in der Dauer-Anlage). Weiterhin erwarte ich eine Fortsetzung der im Jahr 2018 begonnen Rallye. Soweit die positive Kurzzusammenfassung.

Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es momentan mit einer Schwächephase zu tun haben, mit der kaum ein Experte, insbesondere aus dem „dauer-bullischen“ Lager, gerechnet hat. Zumindest, wenn wir heute mal die Analysten außen vorlassen, die bei jedem Kursrücksetzer eine Einflussnahme der Bilderberger oder Rothschilds unterstellen.

Das aktuelle, seit Monaten vorherrschende Umfeld, in dem die Notenbanken und Regierungen, jetzt sogar gemeinsam, für eine massive Geldflut sorgen, hätte nämlich in praktisch jeder Theorie für steigende Goldkurse sorgen sollen. Zumal die Inflation in diesem Moment, anders als in den Jahren zuvor, keine Fata Morgana mehr ist, sondern allerorten Realität.

Die Schwäche der Edelmetalle damit zu erklären, dass man ja nicht wisse, ob die Inflation nachhaltig sei, taugt hier nicht wirklich. Was wäre Gold für eine furchtbare Anlage, wenn es nur in Phasen hoher Inflation stiege, um die sich aber niemand scheren würde. Solche Marktphasen gibt es nicht, steigt die Inflation über die 2-Prozent-Marke an, werden die Diskussionen, wann die Notenbanken wohl einschreiten, stets aufkommen. So einfach ist es also nicht. Hätte man mir vorher erzählt, wie sich diese verrückte Welt in den Jahren 2020 und 2021 entwickeln würde, dann hätte ich ziemlich sicher einen Gold-Preis jenseits der 3.000 US-Dollar prognostiziert – und kräftig danebengelegen, wie wir mittlerweile wissen. Edelmetalle weisen eine relative Schwäche zu anderen Rohstoffen auf, das ist zu akzeptieren, gerade die Industrie-Rohstoffe sind deutlich besser gelaufen.




Meine Einschätzung:

Solange Gold nicht mindestens nachhaltig über 1.830 US-Dollar ansteigt, bleiben weitere Verkaufswellen möglich. Die Ziele liegen in diesem Fall bei 1.750 und bis zu 1.620 US-Dollar.


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Hinweispflicht nach §34b WpHG: Die Trading-Brief-Redaktion ist zum Zeitpunkt des Publikmachens des Artikels potenziell in mehreren hier genannten Basiswerten (Gold, Bitcoin, BioNTech) oder entsprechenden Derivaten investiert. Es kann daher ein Interessenskonflikt vorliegen. Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.




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