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Finanzhandel einfach gemacht: Bollinger Bänder helfen, Strategien zu entwickeln
Geschrieben von Redaktion
Veröffentlicht: 16:12 - 15.07.2020
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Im Finanzhandel sind technische Analysen wichtige Instrumente, um Kurstrends zu identifizieren und Rückschlüsse daraus zu ziehen. Eine solche Möglichkeit der Analyse sind die Bollinger Bänder, benannt nach John Bollinger. Der amerikanische Finanzanalyst führte die Formen in den 1980er Jahren ein.


John Bollinger nutzte statistischen Wert zur Ermittlung von Unterstützungs- und Widerstandsbereichen

Das Bollinger Band basiert darauf, dass über die Standardabweichung festgestellt wird, wo genau ein Bollinger Band im wahrscheinlichen Unterstützungsbereich oder im wahrscheinlichen Widerstandsbereich liegt. Es handelt sich hier also um eine ganz spezielle Variante im breiten Konzept des Volatilitäts-Kanals. Es wird komplex, wenn man alles über Finanzen wissen will ...

Was ist nun der Volatilitäts-Kanal? Dieses Instrument stellt Linien über sowie unter einem zentralen Preis-Messwert dar. Sie werden als Bänder bezeichnet und können sich verbreitern oder verkleinern. Diese Bewegungen hängen von der Volatilität des Marktes ab. Und genau die werden von Bollinger Bändern gemessen. Bollinger Bänder sind faszinierend, aber natürlich nicht das einzige Instrument. Bollinger Bänder einfach erklärt - das leisten bereits andere Texte. Alles über Finanzen, was man über die Bänder noch wissen sollte und die genaue Einordnung der Bänder in einen größeren Kontext können Sie an anderer Stelle im Internet nachlesen. Hier soll es jetzt um die möglichen Strategien gehen, die mithilfe der Bollinger Bänder entwickelt werden.


Wichtige Informationen einfach ablesen

Bollinger Bänder stellen recht klar und einfach erkenntlich dar, was sich ohne dieses Instrument nur schwer erkennen lässt:
- Trendfortsetzungen,
- Trendumkehr,
- Zeitspannen der Marktkonsolidierung,
- bevorstehende größere Volatilitäts-Ausbrüche,
- Markt-Höchststände,
- Markt-Tiefstände und potentielle Zielpreise
lassen sich mithilfe dieses Instruments einfach ablesen. Drei Bänder, die sich um einen Simple Moving Average genannten Wert bewegen, bilden ein Bollinger Band. Das obere Band zeigt ein Niveau, das statistisch hoch ist - man könnte es auch als "teuer" bezeichnen. Das untere Band zeigt ein Niveau, das statistisch niedrig ist - meist als "günstig" bezeichnet. Dazwischen liegt die Bandbreite, die mit der Volatilität des Marktes korrespondiert.

Zwei Faustregeln sind für die Ausarbeitung einer Strategie nun ausschlaggebend:
- Verbreitern sich die Bollinger Bänder, ist der Markt sehr volatil.
- Verengen sich die Bollinger Bänder, ist der Markt weniger volatil.


Trader nutzen Informationen, um Price-Action zu bestätigen

Die Faustregeln ermöglichen eine ganz einfache Interpretation der Bollinger Bänder: Erreicht der Preis kontinuierlich das obere Band, ist die Kaufaktivität stark. Ein Trend nach oben wird immer dann angezeigt, wenn der Preis höher ist als die 20-MA-Zeitspanne oder wenn er über das obere Band hinausreicht. Allerdings gehen Preise bisweilen auch während eines Aufwärtstrends zurück. Das kann bedeuten, dass er nicht unter SMA fällt, sondern wieder steigt. Für den Trend würde das bedeuten: Der ist stark. Allerdings kann sich der Aufwärtstrend auch umkehren. Das ist immer dann der Fall, wenn sich der Preis unter das untere Band bewegt. Händler lesen an den Bollinger Bändern also ab, ob sie kaufen oder verkaufen sollen. Die Sache ist eigentlich recht einfach: Verkäufe sind immer dann besonders empfehlenswert, wenn sich der Preis an der oberen Bandgrenze bewegt. Käufe dagegen lohnen sich immer dann, wenn sich der Preis am unteren Band-Limit befindet.

Natürlich ist ein Bollinger Band noch keine vollständige Strategie. Als Analyseinstrument stellt die Methode aber eine Rückversicherung dar, auf deren Grundlage Entscheidungen gefällt werden können. Auf der Analyse mithilfe von Bollinger Bändern bauen Händler Strategien auf, die man kennen sollte.


Bollinger Band Squeeze: verringerte Bandbreite deutet auf Ausbruch

Erreicht der Abstand der Bollinger Bänder das Minimum von sechs Monaten, deutet das auf einen Ausbruch hin. Man bezeichnet das als einen Squeeze (eine Quetschung also). Aber es ist nicht klar, in welche Richtung der Ausbruch gehen wird - das müssen Händler mit anderen Instrumenten herausfinden.


Bänder doppeln, Scalping und mit dem MACD-Indikator kombinieren

Der Bollinger Band Squeeze ist nur eine mögliche Strategie. Andere Strategien firmieren unter Bezeichnungen wie Doppelte Bollinger Bänder, Bollinger Bänder Scalping und ähnlichen Bezeichnungen. Wer sich wirklich in die Welt der Bollinger Bänder einlesen will, findet in der einschlägigen Ratgeberliteratur zahlreiche Informationen, die teilweise sehr detailliert sind!




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